#5 KULTURHAMSTER | Anja Schindler

Kultur aus der Quarantäne

Anja Schindler | Freischaffende Künstlerin

SWR Landesart
Die Künstlerin und Forscherin Anja Schindler

https://www.swrfernsehen.de/landesart/av-o1209960-100.html

Nach Studium an der Universität Bremen und der Hochschule für Künste Bremen, seit Anfang der 1990er Jahre regelmäßige Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Italien. Ausgehend von Malerei und Zeichnung entwickeln sich ihre Arbeiten bald ins Dreidimensionale über Reliefs und Skulpturen hin zu großen Rauminstallationen.

Seit Ende der 1990er Jahre inhaltliche Auseinandersetzung mit frühmusealen Verbindungen von Wissenschaft und Kunst. Installationen von Wunderkammern, siehe auch „Kuriositätenkabinett“ Perugia 2004 und „Camera delle Meraviglie“ Gerhard Marcks Haus Bremen 2009/10.

Seit 2009 diverse interdisziplinäre Kunstprojekte, z.B. RASNA, die Etrusker, im Akademischen Kunstmuseum Bonn; die Reihe „Wirbellose“ im Garten der Schmetterlinge, Schloss Sayn; „Natura Artis Magistra“ im Naturkundemuseum Alexander Koenig in Bonn, 2012 „Homo Portans“, eine künstlerische Trageprozession mit der Universität Mannheim und dem Musiker und Komponisten Markus Stockhausen.

Parallel begleitend Theaterzeichnungen, Schnellskizzen und Druckgrafik sowie Bühnenbilder für das Figurentheater Tearticolo. Seit 2010 künstlerische Leiterin der JUKUSCH, Jugendkunstschule Cochem-Zell.

http://www.anja-schindler.com

Werkbeschreibung | Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus Bremen

„Das Werk von Anja Schindler handelt von einem tiefen Vertrauen in die menschliche Urfunktion des symbolischen Verstehens. Die Besonderheit dieser Künstlerin ist nun, dass diese persönliche Ikonografie nie ins allzu Persönliche, Unverständliche, gar Esoterische abdriftet, sondern quasi umgekehrt über Reihung und Brechung zu höchst kommunikativen Bildern strukturiert wird. Diese Bilder handeln dann überhaupt nicht mehr von ihr, sondern werden von einem jeden Betrachter mit Seherfahrung gefüllt. Schindlers Kunst ist persönlich, eigen und offen. Die Haltung, die aus jedem dieser Kunstwerke spricht, ist: „Kommunikation ist möglich“.“