#6 KULTURHAMSTER | Chawwerusch Theater

Kultur aus der Quarantäne

ALARM

„Alarm“ ist die siebte Produktion der jungen Sparte des Chawwerusch Theaters und richtet sich an Menschen ab 13 Jahren.

Cem, ein Schüler der Klasse 9b an der Anne-Frank-Gesamtschule in Herxheim, ist seit einigen Tagen verschwunden. Die Direktorin bittet die Klasse von Herrn Akbari um Beobachtungen, die Aufschluss über seinen Verbleib geben könnten. Probleme in der Schule, mit Freunden, mit den Eltern? Oder hat Cems Verschwinden etwas mit seiner Religion zu tun oder sind das nur Vorurteile? Was wissen die Eltern, die Schüler und Herr Akbari?
Gemeinsam versuchen die Rektorin und der Klassenlehrer dem Verbleiben des Schülers auf die Spur zu kommen, verstricken sich dabei in ihre Vorurteile und in Halbwissen – und nicht zuletzt in ihrer eigenen Geschichte.
Eine fulminante Spurensuche zwischen Roadmovie und Kammerspiel, ein Stück über Rassismus und Vorurteile gegenüber anderen Religionen für Zuschauer*innen ab 14 Jahren.

Leider mussten die letzten Aufführungstermine Corona-bedingt abgesagt werden. Es bleibt die Hoffnung, dass dieses Stück vielleicht doch noch einmal auf die Bühne zurückkehrt. Die Thematik ist nach wie vor leider hochaktuell.

Der Theaterbetrieb des Chawwerusch Theaters pausiert momentan bis zum 23.04.2020.

www.chawwerusch.de
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Chawwerusch ist das professionelle Theaterkollektiv der Südpfalz mit eigener Spielstätte, das Geschichte und Geschichten erlebbar macht. Wir verfügen über dreißig Jahre Erfahrung in aktiver kreativer Theaterarbeit und sind stets offen für neue Ideen, Themen, Stücke und Projekte. Jährlich kommen zwei bis fünf neue Produktionen in der eigenen Spielstätte, dem Theatersaal in Herxheim, zur Aufführung. Im Zentrum des Spielplans steht die Entwicklung eigener Stücke, die sich für unterschiedliche Spielorte eignen. Seit unserer Gründung 1984 haben wir über 100 Stücke auf die Bühne gebracht.

Inspiriert von außergewöhnlichen Themen und Orten produziert das Chawwerusch Theater zudem mit Amateuren generationenübergreifende Großprojekte auf hohem künstlerischem Niveau. Recherchierte regionale Geschichte und Geschichten (beispielsweise „Landauer Leben – ein Theaterweg durch die Jüdisch-Landauer Geschichte“) sind immer wieder wichtige Bestandteile unserer Inszenierungen.

Aber auch Klassiker (wie Goethes Faust, Shakespeares Hamlet, Kleists Michael Kohlhaas oder Grimmelshausens Simplicius Simplicissimus) betrachten und inszenieren wir aus ‚ver‑rückten‘ Perspektiven. Ziel ist es, Theater von Leuten für Leute zu machen, immer nah an den Menschen und ihrer aktuellen Erlebniswelt zu bleiben, manchmal auch zu irritieren, aber stets mit einem Augenzwinkern, ganz nach dem Chawwerusch-Motto

„Komisch, tragisch, herzlich!“

Photo: Walter Menzlaw

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